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Eine haarige Angelegenheit. Jeder weiß, welche besondere Bedeutung Haare für das Aussehen und die Ausstrahlung eines Menschen hat. Was nutzen die besten Fell-Texturen, wenn man bei Animationen doch sieht, dass sich das Fell letztlich doch nicht bewegt. Selbst die schönsten Perücken für Avatare verlieren an Wirkung, wenn die Haare der Animation nicht folgen können. Ein Haar- und Fell-Tool war im Bereich der Charakteranimationen eigentlich schon lange überfällig.
Mit Shave und a HairCut gibt es seit dem Sommer ein Haar-Stylingsprogramm als PlugIn für Cinema 4D, dass sowohl im Entwerfen, Modellieren und Animieren von Haaren professionellen Ansprüchen voll entspricht.
Beeindruckend ist die Bearbeitungsmöglichkeiten der Haarpracht. Ganz schnell und einfach sind die Haare auf einem Objekt angebracht. Sie sehen dann nicht immer schon gut aus. Um den Haaren den Pfiff und den Schliff zu geben, den man möchte, dafür wechselt man in die eigene Oberfläche des Haartools. Mit der linken Maustaste bewegt man dort das Objekt. Mit der rechten Maustaste verändert man die Richtung und Länge der Haare. Es schon verwunderlich, mit welcher Geschwindigkeit die Haar-Enden der Bewegung der Maus folgen. Ganz egal, ob man die Haare dabei wachsen lät oder eine Tolle dreht. Kollisionserkennung verhindert, das Haare in das Objekt hineinwachsen. Welligkeit und Dicke der Haare werden über Schiebregler beeinflusst.
Sind die Haare bei der Arbeit durcheinander geraten, dann kann man sie mit Autocomb, dem automatische Kämmen, wieder von Cinema 4D zurecht rücken lassen.
Unter Gravity stellt man noch ein, wie schnell das Haar sich bei Bewegungen nach unten bewegt. Die dynamischen Haar-Eigenschaften kann man sofort im Bearbeitungsfenster sich vorführen lassen.
Ist man mit der Haarform fertig, geht es zurück nach Cinema 4D, um der ganzen Haarpracht jetzt Farbe, Glanz und Schatten zu geben. Das erledigt man mit den vielen zur Verfügung stehenden Haarparametern innerhalb des Haar-Materials. Es ist egal, ob man nun Strähnen oder meliertes Haar haben möchte. Die angebotenen Möglichkeiten decken das normale Spektrum ab.Besonderheiten kann man jeder Zeit selber entwerfen.Die meisten Haarparameter lassen sich mit Vertex-Maps und Texturen beliebig beeinflussen.
Damit die Haare auch immer im richtigen Glanz erscheinen, kann man Lichtquellen bestimmen, die ausschließlich die Haare beleuchten oder man kann die Haare von der Beleuchtung bestimmter Lichtquellen auch ausschließen.
Wenn das alles noch nicht reicht, dann kann man die Haare mit der sogenannten Sorflock-Funktion an Objekte heften, so dass sie dann jeder Deformation des Objektes folgen. Damit wird der komplexeste Haarzopf zu einem Kinderspiel.
Ist das Haar so rundherum richtig gelungen, soll auch noch klar sein, wie es sich dann bei Bewegung verhält. Es ist eine grundsätzliche Haar-Dynamik vorhanden, die ein natürliche Bewegung der Haare simuliert. Die IK-Ketten der Haarguides veranlssen ein natürliches Nachschwingen. So richtig dynamisch wird es, wenn man die Möglichkeiten des Partikelmodifizierer wie Wind, Turbulenzen und Rotation auf die Haare anwendet.
Nach alle der vielen Gestaltungsarbeit sorgt der spezielle Haar-Renderer als Posteffekt für fotorealistische Ergbenisse wie sie sonst von keinem anderen Programm oder Tool in dieser Qualität angeboten wird
Fazit: Shave und a HairCut gehört zum Arbeitsmaterial jeden ambitionierten Cinema 4D Anwenders. Es gibt keine Alternative, zumal sich die Anwendung nicht auf menschliches Harr beschränkt, sondern jegliche Arten von Fell, Gräser und anderen komplexen, organischen Strukturen mit einbezieht. Es ist für EUR 649 kein Billig-Tool, dafür bekommt man aber eine kaum überschaubare Vielfalt von Anwendungsmöglihckeiten professioneller Haarigkeit mit der von Cinema 4D schon fast legendären Arbeits- und Rendergeschwindigkeit..
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